TOP Ö 8: Schulsozialarbeit

Oberschule Salzbergen

 

Frau Meyer, Schulsozialarbeiterin der Oberschule Salzbergen, stellt sich nach Rückkehr aus ihrer Elternzeit, den anwesenden Mitgliedern des Schulausschusses vor. Frau Meyer ist mit 15 Stunden wöchentlich wieder in der Oberschule Salzbergen tätig. Zudem ist Frau Tenambergen mit 9 WAZ beschäftigt.

 

Derzeit liegt der Schwerpunkt der Arbeit in der Vorbereitung von „TOP-Job Salzbergen“. Hier sollen sich Unternehmen/ Firmen/ Betriebe in Form eines Ausbildungs- u. Lehrstellenmarktes den Schüler/innen vorstellen. Bisher haben sich 6 Betriebe aus Salzbergen und Holsten dazu angemeldet. Frau Meyer teilt zudem mit, dass auch kleinere Betriebe herzlich dazu eingeladen sind.

 

Ferner haben die Praktika der 9. Klassen stattgefunden. Es fällt dabei auf, dass es immer schwieriger wird, die Schüler/innen auf Praktikumsplätze zu vermitteln. Die Motivation der Schüler/innen ist z.T. nicht gut.

 

Wie gewohnt, finden auch in diesem Schuljahr die Potenzialanalyse und die Werkstatttage beim berufstechnischen Zentrum Nordhorn statt. Dabei werden den Schüler/innen einige Berufsfelder zur Berufsorientierung angeboten.

 

Ein wichtiger Aspekt der Schulsozialarbeit ist die Präventionsarbeit gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch. Es werden Einzelgespräche mit den Schüler/innen geführt. Zudem wird ein „grüner Tisch“ abgehalten.

 

Seit Jahren schon besteht eine Kooperation mit “KomA Emsland- Kontrollierter Umgang mit Alkohol”. Das KomA-Team besucht dabei die 9. Klassen und klärt die Schüler/innen im Klassenverband und ohne Lehrer über die Gefahren und Auswirkungen von Alkoholkonsum auf. So wird u.a. durch eine Rauschbrillenübung der alkoholisierte Zustand „erlebt“, um die Schülerinnen die Gefahren bewusst wahrnehmen zu lassen.

 

Neben der Kooperation mit KomA wird auch jährlich für die 7. Klassen in Kooperation mit der Suchtberatungsstelle Diakonie Osnabrück/Emsland ein “KlarSicht Mitmachparcours” zum Thema Tabak, Alkohol und Drogen durchgeführt.

 

Es ist zudem geplant mit den 6. Klassen an dem bundesweitem Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teilzunehmen. Es handelt sich dabei um einen Klassenwettbewerb zur Prävention des Rauchens.

 

 

Grundschulen Salzbergen und Holsten-Bexten

 

Frau John berichtet über die Schulsozialarbeit in den Grundschulen Salzbergen und Holsten-Bexten. Frau John ist derzeit mit 13,33 Std. in der Grundschule Salzbergen, mit 4,17 Stunden in der Grundschule Holsten-Bexten und mit 2,0 Std. im Tectum eingesetzt.

 

Ein Großteil der Arbeit nimmt derzeit die Gewaltprävention während der Pausenzeiten in Anspruch. So entstehen ca. 90 % der Konfliktfälle beim Fußball.

 

Insgesamt musste bei 113 Konflikten klärend eingegriffen werden. Diese lassen sich dabei wie folgt aufteilen:

 

-       36 x Bereits eskalierte Konflikte mit Gwaltanteil

-       44 x Konflikte, die zu eskalieren drohten und geklärt werden konnten

-       16 x sonstige geklärte Konflikte

-       12 x versehentlich erfolgte Verletzungen beim Spiel

-       5 x Sachbeschädigungen

 

Bedingt durch den hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund beziehen sich dabei fast 2/3 der beschriebenen Konflikte auf diese Kinder.

 

Zudem werden Einzelfallhilfen bei Kindern und Eltern durchgeführt. Im Bereich der Kinder waren es 17 Fälle, davon gingen 11 Gespräche von Kindern aus und 6 von Lehrern.

 

Im Bereich der Einzefallhilfe Eltern gingen 4 Gespräche von Eltern und 3 von der Schule aus.

 

Frau John und Grundschulrektor André Steinforth erläutern eindringlich die Probleme im Bereich der Grundschulsozialarbeit. Es werden, bedingt durch die vielen Kinder mit Migrationshintergrund, den Kindern aus bildungsfernen Familien sowie den Helikopter- und Rasenmähereltern, deutlich mehr Stunden benötigt.

 

Die derzeitige Situation sei in keiner Weise zufriedenstellend und die Grenzen der Kapazitäten seien erreicht.

 

Im Anschluss an diese Ausführungen entwickelt sich eine ausführliche und sehr rege Diskussion, aus der sich folgende Punkte festhalten lassen:

 

1.    Es sollte ein Präventionskonzept erstellt werden, wie den dargelegten Problemen entgegen gewirkt werden kann, um Maßnahmen zu ergreifen.

2.    Es wird darauf hingewiesen, dass Schulsozialarbeit grundsätzlich in die Zuständigkeit des Landes fällt und nicht bei der Gemeinde Salzbergen liegt. Unabhängig davon finanziert die Gemeinde zusammen mit dem Landkreis freiwillig bereits eine halbe Stelle.

Auch die Eltern müssten mehr in der Verantwortung stehen.